Siegl - Uhren, Uhrservice, Salzburg
HOME
News
Kontakt/Impressum

Was macht das mechanische Werk den ganzen Tag ?

Wir beginnen um Mitternacht: Die Datumsschaltung wurde gerade erfolgreich
beendet – für das Werk beginnt die Nachtschicht: Ein Punkt auf dem
Unruhreifen legt in den nächsten 24 Stunden etwa acht Kilometer zurück.
Sobald die Uhr an die Hand kommt beginnt die Automatik (sprich Rotor) neue
Energie für das Federhaus zu sammeln – für eine Stunde Gangreserve muß der
Rotor 21 volle Umdrehungen durchführen. In den letzten 10 Stunden, in denen
die Uhr nicht getragen wurde, wurden nur 25 % der Gangreserve verbraucht.
Sie wird über den Tag in vielen unterschiedlichen Lagen bewegt – sie muß in
jeder Lage perfekt funktionieren und die richtige Zeit anzeigen – ein Auto,
das auf den Kopf gestellt wird, wird zum Beispiel nicht funktionieren. Das
Werk muß auch viele Stöße und Vibrationen  verkraften – neben den
Temperaturschwankungen (Sonneneinstrahlung,, der Griff in den Schnee beim
Schifahren). Wasser darf natürlich nie durch das Gehäuse ins Werk
eindringen. Bereits um 20:00 beginnt der „Countdown“ für das Schalten des
Datums: Das Datumsschaltrad  spannt eine Feder die um 24:00 schlagartig ihre
gesammelte Energie an die Datumsscheibe abgibt und diese um eine Position
weiterrückt. So beginnt der nächste Tag mit dem korrekten Datum und diese
Vorgänge wiederholen sich täglich ohne Pause – hier noch einige Kennzahlen:

  • -Je Tag schwingt die Unruhe 691.200 Mal hin und her („Tik und Tak“)
  • -17.280 Mal dreht sich das Ankerrad
  • -Das Sekundenrad dreht sich täglich 1.440 Mal um die eigene Achse